Titananoden, auch Mischoxid-Elektroden (MMO) oder maßhaltige Anoden (DSA) genannt, sind Bauteile mit hoher Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit für den Einsatz als Anode in der Elektrolyse. Sie entstehen, indem ein Substrat — etwa eine Platte aus Reintitan oder Streckmetall — mit mehreren Metalloxiden beschichtet wird. Eines davon ist üblicherweise RuO2, IrO2 oder PtO2; es leitet den Strom und katalysiert die gewünschte Reaktion, etwa die Erzeugung von Chlorgas. Das andere Metalloxid ist typischerweise Titandioxid, das weder leitet noch die Reaktion katalysiert, dafür aber günstiger ist und den Kern vor Korrosion schützt.
Zu den Anwendungen zählen Anoden in Elektrolysezellen zur Erzeugung von freiem Chlor aus Salzwasser in Schwimmbecken, die elektrolytische Metallgewinnung, die Leiterplattenfertigung, das elektrolytische Verzinnen und Verzinken von Stahl sowie Anoden für den kathodischen Schutz erdverlegter oder getauchter Bauwerke.
Henri Bernard Beer meldete sein Patent auf Mischoxid-Elektroden 1965 an.[2] Das Patent „Beer 65“, auch „Beer I“ genannt, beanspruchte die Abscheidung von Rutheniumoxid und das Zumischen einer löslichen Titanverbindung zur Beschichtungslösung bis auf etwa 50 % (Molverhältnis RuO2:TiO2 50:50). Sein zweites Patent, Beer II,[3] senkte den Anteil des Rutheniumoxids unter 50 %.
Unsere Titananoden nach Beschichtungstyp: